Ernst Middendorp & Arminia Bielefeld

JahrhundertTrainer

Presseartikel

Ernst Middendorp und die liebe Presse, das ist sicher ein Thema für sich. An dieser Stelle haben wir einige Artikel aufgelistet, diese reichen bis in das Jahr 2000 zurück. Eingescannte, ältere Zeitungsauschnitte findet man direkt bei den jeweiligen Spielen in der Rubrik "Arminia".


DFB.de 08.05.13: Middendorp in Südafrika - "Jeden Tag ein Abenteuer"

Der deutsche Fußball genießt weltweit einen hervorragenden Ruf. Die Erfolge der Nationalmannschaften und die Titelgewinne der Vereins auf internationaler Ebene haben zu diesem Renommee geführt. Diesem Ansehen wollen viele Spielerinnen und Spieler gerecht werden, die ihr Glück im Ausland versuchen. Dafür gibt es etliche Beispiele - manche prominente Namen sind dabei, aber auch eher unbekannte Spieler. DFB.de stellt einige von ihnen vor, in der Serie Made in Germany. Heute: Trainer Ernst Middendorp, der den Fußball in Südafrika weiterentwickeln will - drei Jahre nach der WM. (weiterlesen hier: DFB.de)


AZ Namibia 18.10.12:  Middendorp: Starke würde in der PSL einschlagen

Der deutsche Fußball-Trainer Ernst Middendorp war am Wochenende in Windhoek, um sich das Testspiel der namibischen Nationalmannschaft gegen Ruanda anzusehen. Sein besonderes Augenmerk galt dabei Defensiv-Allrounder Denzil Haoseb von Meister Black Africa. (weiterlesen hier: AZ Namibia)


11Freunde 27.06.10: Out Of Bielefeld - Ernst Middendorp als TV-Experte

In Deutschland mit eher zweifelhaftem Ruf behaftet, ist Ernst Middendorp in Südafrika ein Star. Der deutsche Trainer ist WM-Experte für das südafrikanische Fernsehen – mit durchaus gewagten Analysen. (weiterlesen hier: 11Freunde.de)


Neue Westfälische 12.01.10: "Allenfalls viert- oder fünftklassig"

Der hinterhältige Anschlag auf die Nationalmannschaft von Togo, der drei Begleitern der Profis das Leben kostete, beschäftigt kaum ein Land mehr als Südafrika. "Eine sehr gefährliche Generalisierung" nennt Kirsten Nematandani, Fußball-Präsident des WM-Gastgebers, die weltweite Tendenz, Südafrika mit Angola in einen Topf zu werfen. Eine Meinung, der sich Ernst Middendorp anschließt. (weiterlesen hier: nw-news.de)


Westfälische Nachrichten 16.04.09: Weltenbummler landet in Essen

Es gibt einige interessante Dinge über Ernst Middendorp zu berichten. Der Mann hatte Mitte der 80er Jahre in Coesfeld, Steinfurt, Lotte oder auch Rheine gearbeitet - als Berufsschullehrer. Später dann trainierte der gebürtig aus Freren/Niedersachsen stammende Middendorp praktisch rund um den Globus. Von Alstätte bis Johannesburg, von Tarbis bis Accra. Der Fußballlehrer kam rum in der Welt, seine Arbeit beim ostwestfälischen Erzrivalen Arminia Bielefeld führte sogar zu einer Art Legendenbildung. (weiterlesen hier: Westfälische Nachrichten.de)


Der Westen 08.04.09: Der Ton wird sich ändern

Nun ist es amtlich. Ernst Middendorp (50) hat bei Rot-Weißen einen Vertrag bis 2010 unterzeichnet und schon am Dienstagnachmittag die erste Trainingseinheit an der Hafenstraße geleitet. Ungewöhlich viele RWE-Fans waren gestern gekommen, um Eindrücke zu sammeln vom neuen Hoffnungsträger auf der Trainerbank. Dieser ordnete einige Spielformen an, beobachtete aufmerksam, brauste zwischendurch schon mal auf. Und schickte die Spieler nach gut einer Stunde wieder in die Kabine. (weiterlesen hier: DerWesten.de)


Reviersport 07.04.09: "Stelle mich der Aufgabe"

Viel Zeit hatte der 50-Jährige bis jetzt nicht, um sich ein Bild über sein neues Team von Rot-Weiss Essen zu machen, das er am Dienstag-Mittag zum ersten Mal trainierte. Klar ist nur, der Niedergang der Auswahl in der Regionalliga West muss sofort gestoppt werden. Ostwestfalen, Afrika, Asien, Ruhrgebiet, ein erstaunlicher Karriereablauf. (weiterlesen hier: Reviersport.de)


Spiegel 24.11.08: Fremde Kulturen

Ernst Middendorp verließ vorzeitig seinen Trainerposten in der chinesischen Liga. Standen die Ergebnisse einiger Spiele schon vor dem Anpfiff fest?

Der Fußballtrainer Ernst Middendorp hat in Ghana gearbeitet, in Südafrika und in der zweiten iranischen Liga. Er lerne gern andere Kulturen und Gebräuche kennen, sagt er, er kann das Erlernte auch anwenden, wenn ihn die Jobtournee durch die Fußballwelt mal wieder in Deutschland aussteigen lässt, wo dann die Spieler aus Asien oder Afrika kicken, mit ihren Riten und Religionen. (weiterlesen hier: Spiegel.de)


Bild 09.11.08: Middendorp - In China war was faul...

Nach drei Monaten und drei Tagen hat Ernst Middendorp (50) seinen Trainerjob in Changchun hingeschmissen, lässt ein Jahresgehalt sausen. Weil es in der chinesischen Super League zuletzt nicht immer mit rechten Dingen zuging. (weiterlesen hier: Bild.de)


11Freunde 27.10.08: Ernst Middendorps Ehrentag wird zur 31-Stunden-Fete

Wenn der `Jahrhundert-Trainer´ am Dienstag das halbe Jahrhundert voll macht, steigt eine 31-Stunden-Fete. `Wir sind sieben Stunden voraus´, erzählt Weltenbummler Ernst Middendorp aus seinem neuen Domizil in Changchun im sid-Gespräch: `Ich wusste nicht genau, ob ich nach deutscher oder nach chinesicher Zeit ab Mitternacht feiern darf. Also habe ich mich einfach dafür entschieden, es zweimal zu machen und durchzufeiern.´ (weiterlesen hier: 11Freunde.de)


11Freunde 18.05.08: Middendorp -  `Ghana wäre eine Herzensangelegenheit´

Am Samstag freute sich Ernst Middendorp über den Klassenerhalt `seiner´ Arminia, in der kommenden Woche könnte sich für ihn sogar ein Traum erfüllen: Der 49 Jahre alte Coach steht kurz vor einem Engagement als Fußball-Nationaltrainer in Ghana. Eigentlich hat der seit seiner Entlassung bei Bundesligist Arminia Bielefeld im Dezember arbeitslose `Power-Ernst´ seinen Fokus weiter auf den Vereinsfußball gelegt. `Aber Ghana wäre für mich eine Herzensangelegenheit wie die Arminia auf Klubebene´, sagt er im Gespräch mit dem sid: `Außerdem ist es natürlich ein besonderer Anreiz, dass man mit Ghana gute Chancen hätte, sich für die WM 2010 zu qualifizieren. Und dass diese auch noch in meiner zweiten Heimat Südafrika stattfindet.´ (weiterlesen hier: 11Freunde.de)


Neue Westfälische 17.03.08: Jahrhundert-Trainer zeigt Arminen-Herz

Vertrag mit Middendorp zur beiderseitigen Zufriedenheit aufgelöst. Ab sofort bezieht Ernst Middendorp nicht mehr sein monatliches Gehalt vom DSC Arminia. Am Freitagabend einigte sich der Verein "nach langen und zähen Verhandlungen" (Wortlaut der Pressemitteilung) mit dem Ende 2007 entlassenen Jahrhundert-Trainer auf die Aufhebung des bis zum 30. Juni 2009 laufenden Vertrages. Ein halbes Dutzend Gesprächsrunden zwischen dem Bielefelder Finanzchef Roland Kentsch, Middendorp und dessen Berater Rainer Kempa waren der abschließenden Sitzung vorangegangen. "Hochprofessionell", so lobte Kentsch, habe das Middendorp-Team gehandelt, stets "lösungsorientiert" gearbeitet – Worte, die belegen, dass beim Kampf um die Euro die atmosphärischen Störungen der Trennungsphase keine Rolle mehr spielten. (weiterlesen hier: nw-news.de)


Westfalenblatt 17.03.08: Einigung mit Middendorp

Ernst Middendorps drittes Engagement beim DSC Arminia ist nun auch offiziell beendet. Freitag einigten sich der geschasste »Jahrhunderttrainer« und die Geschäftsleitung auf die entsprechenden Modalitäten und unterschrieben die Vertragsauflösung. »Es waren sachliche und respektvolle Gespräche. Über Inhalte und Ergebnisse haben wir Stillschweigen vereinbart«, erklärte der 49-jährige Coach. Arminias Roland Kentsch war ebenfalls mit dem Ergebnis einverstanden. »Herr Middendorp hat bei der einvernehmlichen Lösung ein echtes Arminen-Herz gezeigt«, freute sich der Finanz-Geschäftsführer über das offensichtliche finanzielle Entgegenkommen des Fußball-Lehrers und versicherte: »Ich hatte auch vorher mit ihm keine Probleme.« Einen neuen Job hat Middendorp noch nicht in Aussicht, obwohl es schon einige Anfragen gegeben habe. (Westfalen-Blatt)


Bild 29.02.08: Arminia lehnt Middendorp ab

Er hatte sein Konzept zur Arminia-Rettung schon fest im Kopf. Ernst Middendorp (49) wird es vorerst nicht anwenden dürfen. Kein Comeback als Saftig-Nachfolger! Bielefeld lehnt Ex-Trainer Middendorp ab. Arminia-Boss Hans-Hermann Schwick (60): „Middendorp als Sportdirektor wird es nicht geben! Wir werden uns jetzt in Ruhe nach einem geeigneten Sportdirektor umsehen. Intensiv, aber erst in der kommenden Woche...“

Hintergrund der Contra-Middendorp-Entscheidung: Mindestens zwei Aufsichtsräte haben sich gegen eine Rückkehr des im Winter gefeuerten Trainers ausgesprochen. Sie sollen der Auffassung sein, das Arminias Jahrhundert-Coach aktuell auf der Alm nicht vertretbar sei. (weiterlesen hier: Bild.de)


Sport1 27.02.08: Middendorp zurück auf die Alm?

Bei Arminia Bielefeld sucht man auch in der Krise den perspektivischen Blick nach vorn.  Trotz der Turbulenzen um die sportliche Talfahrt des Bundesligisten, die vorerst im Rauswurf von Sportdirektor Reinhard Saftig gipfelten, denken die Verantwortlichen an die Zukunft. "Wir wollen die nächste Saison mit einer neuen sportlichen Leitung angehen", begründete Präsident Hans-Hermann Schwick den Schritt. Dass eine Entscheidung für Saftigs Nachfolger allerdings bis zum Sommer auf sich warten lassen wird, ist eher unwahrscheinlich, denn "die Planungsphase für die neue Saison hat begonnen". 

Schon jetzt machen in Ostwestfalen bekannte Namen die Runde. Laut "Bild" könnte das prominente Duo Uwe Rapolder und Ernst Middendorp die Arminen vor dem Untergang retten. Middendorp, der erst im Dezember entlassene Vorgänger von Trainer Michael Frontzeck, soll bei dieser Variante das Amt des Sportdirektors übernehmen, Rapolder den Trainerposten. Für Middendorp spricht: Die Bielefelder Kultfigur steht nach seinem Rauswurf noch mindestens bis 2009 auf der Gehaltsliste des Klubs. Bisher scheiterten die Verhandlungen über einen Auflösungsvertrag. Dies bestätigte Middendorp gegenüber Sport1.de: "Es laufen im Moment Gespräche auch bezüglich meiner Person in Verbindung mit Arminia." 

Vielleicht hat sich eine Einigung in dieser Sache aber auch schon bald überholt, wenn der 49-Jährige auf die Alm zurückkehrt. "Inwieweit es sich jetzt um eine neue Situation handelt, weiß ich nicht", hielt er sich auf Nachfrage vorerst zurück. Arminias "Trainer des Jahrhunderts" könnte vor allem die aufgebrachten Anhänger wieder beruhigen. "Die Stimmung ist aufgeheizt und aggressiv", gab Schwick im "Westfalen-Blatt" zu. Kurzfristig muss diesen Job aber Frontzeck übernehmen und kann dies nur mit einem Sieg in Rostock schaffen. Zeigt aber auch das Trainingslager in Bad Segeberg keine positive Wirkung, war die Reise an die Ostsee wohl Frontzecks letzte Auswärtsfahrt mit Bielefeld. Dann könnte der noch bei Zweitligist TuS Koblenz beschäftigten Rapolder wieder ein Thema werden. Schwick jedenfalls dementierte nicht, dass die sechste Pflichtspielpleite in Folge das Aus für den Coach bedeuten würde. Vielmehr sagte er: "Ich bin ein positiv denkender Mensch. Der 34. Spieltag ist maßgeblich. Ich hoffe, dass wir mit Herrn Frontzeck Erfolg haben werden." 

Der umstrittene Coach machte unterdessen einen weiteren Nebenkriegsschauplatz mit seinem Vorgänger auf. Middendorps Kritik am zu defensiven Spielsystem konterte Frontzeck in der "Sport-Bild": "Kollegiales Verhalten wird unter Trainern angeblich immer so großgeschrieben. Wenn er sich jetzt so zu Wort meldet, ist das ein Niveau, das für sich spricht."

Middendorp wollte sich auf Nachfrage nicht weiter zu diesem Konflikt äußern: "Das führt nur zu Irritationen rechts und links." Ohnehin ist die Stimmung nach der Duisburg-Pleite schon merklich angespannt. "Mehr Unruhe geht gar nicht", meinte Schwick. Nach Ruhe sehnt sich auch der entlassene Saftig. "Ich mache Urlaub, den habe ich nötig", sagte er im Hinblick auf die nahe Zukunft. Nach seiner Vertragsverlängerung im November letzten Jahres bezieht er immerhin bis 2010 weiterhin sein Gehalt. Der Arminia-Vorstand und der Aufsichtsrat hatten zuvor über den Sportdirektor ein einstimmiges Urteil gefällt und ihn so für die sportliche Misere verantwortlich gemacht. Demnach habe vor allem seine Einkaufspolitik nicht die Erwartungen des Vereins erfüllt, was Saftig allerdings so nicht gelten lassen wollte: "Dass die Mannschaft überaltert sein soll, diesen Vorwurf lasse ich nicht gelten." Auch den Rauswurf selber konnte er nicht nachvollziehen: "Ich sehe die Notwendigkeit nicht." (Sport1.de)


Sportbild 23.02.08: Kommentar zu Arminia Bielefeld

In Bielefeld beweisen sie gerade, wie sinnlos ein Trainerwechsel sein kann. Am 10. Dezember entließ man Ernst Middendorp - nach dem desaströsen 1:6 in Dortmund. Bielefeld war 15. der Bundesliga, mit 18 Punkten auf der Habenseite. Jetzt ist Bielefeld immer noch 15. und hat immer noch 18 Punkte, allerdings können Nürnberg und Cottbus am Sonntag noch vorbeiziehen.

Michael Frontzeck hat nichts bewegt. Alle vier Bundesligaspiele unter dem neuen Trainer gingen verloren, im Pokal schied die Arminia unter seiner Leitung auch noch aus. Stillstand könnte man das nennen, es ist aber eher ein Fall ins Bodenlose. Gegen Duisburg trat Bielefeld wie ein Absteiger auf, Frontzeck kritisierte seine Mannschaft mit bemerkenswerter Offenheit. Nichts deutet auf einen Umschwung hin, die Ostwestfalen schlingern sehenden Auges dem siebten Abstieg in ihrer Bundesliga-Geschichte entgegen.

Was soll Frontzeck noch bewegen? Die Fans bepöbeln und verhöhnen ihn, die Spieler lassen ihn hängen, seine Defensivtaktik ist in die Hose gegangen. Wer trägt die Schuld an diesem Dilemma? Frontzeck ein bisschen, die Spieler ganz viel und ebenso die allgewaltigen Klubbosse Reinhard Saftig und Roland Kentsch. Die beiden Herren haben versagt und müssen sich jetzt eingestehen: Ja, wir haben einen dicken Fehler gemacht. Eigentlich müssten sie sich jetzt selbst entlassen. Aber das tun Saftig und Kentsch natürlich nicht.

Wahrscheinlicher ist, dass sie nach weiteren sich abzeichnenden ein, zwei, drei Niederlagen auch Fronteck vor die Tür setzen. Und dann? Dann kommt ein neuer Trainer! Jetzt ist die Frage: wer? Auf einen Mann werden sie wahrscheinlich nicht kommen, dabei wäre er die beste Lösung: Ernst Middendorp. Er steht ohnehin noch auf der Lohnliste und hat schon zweimal seine Retterqualitäten bewiesen. Zuletzt übernahm er 2006/07 neun Spieltage vor Schluss die Arminia und führte sie von Platz 17 noch auf Platz 12.

Hinzu kommt: Die Mannschaft wurde vor der Saison nach seinen Wünschen zusammengestellt, Middendorp kann da wieder ansetzen, wo er nach dem 10. Dezember nicht mehr durfte. Zudem stehen die meisten Fans hinter ihm: Vor drei Jahren wählten sie Ernst Middendorp zum Bielefelder Jahrhunderttrainer. Zugegeben: Die Idee ist verwegen. Aber nur ungewöhnliche Ideen retten jetzt noch den Klub. (Sportbild)


Neue Westfälische 10.12.07: Arminia entlässt Middendorp

Dammeier Interimscoach für ein Spiel. Arminia Bielefeld hat sich mit sofortiger Wirkung von Ernst Middendorp getrennt. Middendorp bestätigte Montagmittag gegenüber der Neuen Westfälischen, dass er nicht mehr Trainer des Fußball-Bundesligisten ist. Er sei emotional sehr betroffen und wünsche der Arminia alles Gute. "Das ist, was zählt. Arminia liegt mir sehr am Herzen", erklärte der 49-Jährige. Anschließend fuhr er zur Mannschaft ans Trainingsgelände in der Friedrich-Hagemann-Straße, um sich zu verabschieden.

Arminias Geschäftsführer Roland Kentsch betonte später in einer Pressekonferenz, dass es Middendorp war, der in der abgelaufenen Saison maßgeblich für den Klassenerhalt verantwortlich war. (weiterlesen hier: nw-news.de)


Westfalenblatt 10.12.07: Entlassung vor der Weihnachtsfeier

Bestätigen wollte es am Sonntag noch niemand. Doch die Entlassung von Ernst Middendorp ist so gut wie beschlossen. Im Anschluss an die heute stattfindende Sitzung, bei der der Aufsichtsrat die Entscheidung der Geschäftsführung absegnen sollte, wird der DSC Arminia Bielefeld die Trennung von seinem 49 Jahre alten Coach bekannt gegeben. Damit endet nach nur neun Monaten die dritte Amtszeit des Jahrhunderttrainers bei der Arminia. Allen voran die desaströsen Auswärtsauftritte seiner Mannschaft kosteten Middendorp den Job. Das 1:6 (0:2) am Freitagabend bei Borussia Dortmund war das Signal, das die Geschäftsführung und den Präsidenten in allerhöchste Alarmbereitschaft versetzt hatte. Am Samstagabend trafen sich Finanzchef Roland Kentsch und Sportchef Reinhard Saftig mit Klubboss Hans-Hermann Schwick, um am Rande der Weihnachtsfeier des Supporters Clubs über die Zukunft von Trainer und Verein zu diskutieren.

Nach dem peinlichen Auftritt im Signal Iduna Park dürfte kein Zweifel daran bestehen, dass sich alle drei über die notwendigen Konsequenzen einig sind. Ohne Gegenwehr hat sich die Mannschaft ihrem Schicksal ergeben. Middendorp sagte unmittelbar nach dem Spiel, sein Team trete auswärts wie eine »Kirmestruppe« auf. Er sei es leid, stets der alleinige Sündenbock zu sein und formulierte: »Ich bin bereit, einiges auf meine Schulter zu nehmen. Aber es kann nicht sein, dass alle zwei Wochen nur einer für unsere Darbietungen zuständig ist. Ich werde einige unbequeme Fragen stellen.« Solche mussten sich die Spieler nach der Bankrotterklärung in Dortmund auch von den Journalisten gefallen lassen. Ob das Team gegen den Trainer gespielt habe, sollte Thorben Marx beantworten. Er sagte: »Ich glaube nicht, dass so etwas im Profifußball überhaupt geht.« Wie auch immer: Für ihren Coach haben die Arminen ganz gewiss nicht gespielt. Unfassbare Stellungsfehler, ein Eigentor, ein absichtliches Handspiel im Strafraum: Middendorps Wut ist nachvollziehbar. »Da war teilweise Verweigerung dabei«, urteilte er. »Das hatte nichts mit Bundesliga zu tun. Wir haben Abläufe drin, die sind katastrophal.«

So muss das auch Hans-Hermann Schwick empfunden haben, der von einer »drastischen Niederlage« sprach. Allerdings dementierte er, dass die Entlassung des Trainers bereits beschlossen sei und erklärte: »Da es sich um ein zustimmungspflichtiges Geschäft handelt, kann die Entscheidung noch gar nicht gefallen sein. Wäre sie das, hätte Herr Middendorp am Sonntag nicht mehr das Training geleitet.« Zuerst müsse die Geschäftsführung einen Antrag stellen, den der Aufsichtsrat genehmigen müsse. Da Schwick angab, dass nach dem 1:6 in Dortmund aus dem Aufsichtsrat heraus Gesprächsbedarf angemeldet worden sei, dürfte die Tendenz aber eindeutig sein.

Bevor heute Abend um 19 Uhr im Bielefelder Stadtpalais die Weihnachtsfeier der Arminia-Sponsoren beginnt, soll nach Worten Schwicks die Entscheidung über Middendorps Zukunft bekannt gegeben worden sein. Früher wäre besser. Denn für heute, 16 Uhr, hat Middendorp das Training angesetzt. »Ob es bis dahin klappt, kann ich nicht sagen«, äußerte Schwick. Bekommt Middendorp den Laufpass, erhält er von Arminia eine saftige Abfindung. Die Rede ist von 1,5 Millionen Euro für die eineinhalb Jahre (plus Option für eine weitere Saison), die sein Vertrag noch gültig ist. (Westfalen-Blatt)


Tagesspiegel 27.11.07: Middendorp warnt vor Kriminalität in Südafrika

Ernst Middendorp rät Touristen bei der WM in Südafrika dringend Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Der Trainer von Arminia Bielelfeld, der selbst zwei Jahre in Johannesburg lebte, glaubt nicht, dass bis 2010 das Gewaltproblem gelöst sein wird.

Trainer Ernst Middendorp hat nach der Ermordung des österreichische Ex-Profis Peter Burgstaller im Hinblick auf die WM 2010 in Südafrika auf die Beachtung wichtiger Sicherheitsgrundsätze hingewiesen. Der Coach von Arminia Bielefeld war zwei Jahre lang Trainer des Renommierklubs Kaizer Chiefs aus Johannesburg und ist Insider des südafrikanischen Fußballs. "Als Gast soll man sich wie in jedem fremden Land an gewisse Regeln halten", sagte der 49-Jährige dem Kölner Express. Weiter führte er aus: "Nie alleine in sogenannte Problemviertel gehen. Wenn man nachts aus einem Restaurant kommt, sollte man sofort ein Taxi nehmen. Es könnte unangenehme Folgen haben, wenn man 500 Meter zu Fuß zurücklegen will. Es ist wichtig, dass man sich vor Antritt einer Reise darüber informiert, was man darf und was nicht." (weiterlesen hier: Tagesspiegel.de)


Welt 12.11.07: In der Not wird Ernst Middendorp demütig

Nach dem 0:1 zur Halbzeit gegen Nürnberg deutete vieles auf eine Entlassung von Ernst Middendorp hin: "Es wäre normal gewesen, nach dem achten sieglosen Spiel in Folge auch über den Trainer nachzudenken", sagte der Präsident Hans-Hermann Schwick – doch dann kam die Wende im Spiel. (weiterlesen hier: Welt.de)


Neue Westfälische 10.11.07: Middendorp bleibt sich treu

Trainer sieht trotz Spielerkritik keine Alternative zum Umbruch. Das sieht nach lockerer Arminen-Arbeit in drei Gruppen aus. Links mit einem Spielchen, das Kinder als "Schweinchen in der Mitte" bezeichnen, daneben vier Profis beim Fußball-Tennis, rechts fleißiges Flankenschlagen auf Stürmer ohne Gegenspieler. Cheftrainer Ernst Middendorp nimmt in der "dritten Einheit innerhalb von 36 Stunden die Belastung zurück", nachdem er "am Mittwoch ganz bewusst eine gewisse Müdigkeit" hergestellt hatte. Die Mischung aus Regenerations- und Spaßtraining soll aber nicht nur schmerzenden Beinen gut tun. "Das kann ein bisschen die Spannung lösen, die ja doch da ist", sagt Middendorp und gibt von Donnerstagmittag bis zur nächsten Einheit, heute, 17 Uhr, frei. (weiterlesen hier: nw-news.de)


11Freunde 08.11.07: `Power-Ernst´ muss die Kurve kriegen

Wie zwiespältig Ernst Middendorp wahrgenommen wird, beweisen schon seine beide gängigsten Spitznamen. Ist der Trainer von Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld erfolgreich und umgänglich, wird er als `Power-Ernst´ gehuldig. Ist er es nicht, wird er als `Ekel-Ernst´ tituliert. Mit beiden Begriffen kann der 49-Jährige leben. Den ersten sieht er `ausschließlich positiv´, am zweiten habe er zu Beginn seiner Karriere unfreiwillig `aufs Übelste gearbeitet´. (weiterlesen hier: 11Freunde.de)


Westfalenblatt 09.10.07: Middendorp spielt Doppelpass

Dass Ernst Middendorp den Doppelpass beherrscht, auch den verbalen, war Jörg Wontorra bekannt. Aus diesem Grund hatte der DSF-Moderator Arminias Trainer in seine Sendung eingeladen. Zwei Stunden lang war Middendorp am Sonntag im Kempinski-Hotel-Airport-München zu Gast. Und verbreitete trotz einer Serie von vier Niederlagen vor allem eins: gute Laune. Ob er, Zitat in der Bild-Zeitung, tatsächlich »brutale Psycho-Tricks« im Umgang mit seinen Spielern anwende, wollte Wontorra wissen. Nein, so habe er das nicht formuliert, aber: »Ich bin ab zu immer noch hart wie'n Nagel.«

Middendorp, der Schlagfertige. Solche Äußerungen sind sein Markenzeichen. Auch wenn er längst nicht alles so gesagt habe, wie es geschrieben worden ist. Zum Beispiel zum Thema Arminia und der Uefa-Cup. »Ich weiß, wie ich mich artikuliert habe: Es muss nicht immer Platz 15 sein.« Ganz provozierend sei Arminias Ziel »von mir höher gesetzt worden. Doch damit sind wir nicht zurecht gekommen.« Wontorra: »Als Trainer von Arminia sollte man zu mehr Demut verpflichtet sein.« Doch Demut, entgegnete Middendorp, sei nicht sein Fach.

Womit das Gespräch wieder beim Bild-Interview angekommen war. »Ich bin ein geborener Leader, ein General«, wurde Middendorp zitiert. Noch so eine Aussage, die generalüberholt werden muss? »Ich habe gesagt, ich möchte eine General-Vollmacht haben im sportlichen Bereich, zum Beispiel beim Thema Zugänge.« Dass sich Arminias Trainer nach zuletzt vier Liga-Pleiten der Diskussionsrunde mit Udo Lattek und den Journalisten stellte, war nicht selbstverständlich. Das wusste auch Wontorra: »Ernst Middendorp sehen wir hier wieder. Dann in einer besseren Situation.« (Westfalen-Blatt)


Westfalenblatt 09.10.07: Middendorp: »Nicht gleich die ganze Welt erobern«

Der Sport und die Wirtschaft als Partner - dieses Zusammenspiel hat einfach Perspektive. Für Arminia Bielefelds Cheftrainer Ernst Middendorp (48) war das am Montag auch ein Grund, vor Studenten im »Euro-Business-College« über Dinge wie Motivation und Management zu referieren.Middendorp, der trotz der momentanen DSC-Niederlagenserie herzlich und mit viel Beifall von den jungen Leuten, die jetzt mit ihrem sechssemestrigen Studium beginnen, begrüßt wurde, kam der Einladung von Euro-Business-College-Direktor Willi Joachim (52) gerne nach. »Die jungen Damen und Herren werden einmal in der Wirtschaft Führungsaufgaben übernehmen - sie sind die Manager von morgen. Deshalb bin ich heute hier, um meine Erfahrungen an den Nachwuchs weiterzugeben.«

Und die jungen Studenten - zumeist Anfang 20 Jahre - lauschten dem knapp einstündigen Vortrag äußerst gespannt. Denn der weit gereiste Mann, der da vor ihnen am Rednerpult stand, hatte in der Tat eine Menge Tips für ihren weiteren Lebensweg parat. Die wohl wichtigste Aussage: »Wenn man gerade mit dem Studium am College oder an der Universität fertig und auf dem Sprung ins Wirtschaftsleben ist, fühlt man sich fantastisch. Man sollte aber nicht glauben, nun alles im Betrieb verändern oder sogar die Welt erobern zu können.« Viel wichtiger sei es, gerade ältere Gesprächspartner zu respektieren und ihnen zuzuhören. »Schließlich hat der Mensch zwei Ohren, aber nur einen Mund. Und irgend jemand wird sich dabei etwas gedacht haben.«

Arminia Bielefelds »Jahrhunderttrainer« empfahl den jungen Zuhörern zudem, auch im Falle einer Talfahrt, wie er sie derzeit mit den DSC-Profis durchmache, nicht aufzustecken, sondern das Endziel weiter im Auge zu behalten. »Das ist wie bei einer Klausur. Wenn die erste oder auch zweite daneben geht, ist das noch lange kein Grund aufzugeben. Entscheidend ist letztlich immer das Gesamtergebnis. Wie bei Arminia - am Ende der laufenden Saison.« Und dann gab »Power-Ernst« noch einen nützlichen Hinweis weiter: »Bei allem Tun sollte der Spaßfaktor nie zu kurz kommen. Das ist besser, als möglicherweise irgendwann einmal als Statue im Ort eingemeißelt zu werden.« (Westfalen-Blatt)


Neue Westfälische 02.10.07: Ernst, aber ratlos

Chefcoach Middendorp kommt ins Grübeln. Ganz leise, damit nur nicht allzu viel nach außen dringt aus dem kleinen Bielefelder Debattierklub, macht Ernst Middendorp auf eine kleine Episode des großen Debakels aufmerksam: "Man darf es ja fast nicht sagen, aber: Die ersten 17 Minuten sind genauso gelaufen, wie wir das geplant hatten. Und wir hatten ja durch Andre Mijatovic die erste Chance des Spiels." Dem Gedankengang folgen ein gedachtes Wenn (Andre das 1:0 gemacht hätte) und viele unausgesprochene Abers. (weiterlesen hier: nw-news.de)


11Freunde 26.09.07: Middendorp: Reifer und wieder erfolgreich

Als Arminia Bielefeld im März wie ein angeschlagener Boxer in Richtung 2. Fußball-Bundesliga taumelte, gab es in den Augen vieler Fans und der Verantwortlichen nur noch einen, der den Klub retten konnte: Ernst Middendorp, der `Jahrhundert-Trainer´ der Arminia. Nach seinen beiden ersten erfolgreichen Amtszeiten auf der Alm (1988 bis 1990 und 1994 bis 1998) als Held verehrt, nach Angaben des Klubs im offiziellen Schreiben bei der Wahl zum besten Arminen-Coach aller Zeiten `aber nicht im Besitz eines Diplomaten-Ausweises´. (weiterlesen hier: 11Freunde.de)


Westfalenblatt 19.09.07: Middendorp weist den Weg nach oben

Arminia auf Platz zwei - das allein ist schon etwas ganz Besonderes. Aber Arminia auf Platz zwei nach dem fünften Spieltag - das gab's seit Einführung der 1. Fußball-Bundesliga 1963 noch nie. Nichtmal in der Erfolgssaison 1982/83, in der der DSC Achter wurde, standen die Ostwestfalen nach fünf Runden so gut da wie dieses Jahr. Drei Siege, ein Remis und eine Niederlage genügten vor 25 Jahren nur für Platz fünf. Und jetzt also Platz zwei. Die aktuelle Tabelle, sie wird, na klar, die Küchen-, Büro- oder Kinderzimmerwand vieler Arminia-Anhänger zieren.

Nach dem starken Start nun euphorisiert das Saisonziel nach oben zu korrigieren, überlässt Ernst Middendorp aber allein den Fans. Dieses Spiel spielt Arminias Trainer nicht mit. Im Gegenteil. Middendorp bemüht sich sogar, dagegen zu steuern. Und das ist gar nicht so einfach. Denn für den vielen Wind, der die Erfolgswelle, auf der Arminia seit Monaten schwimmt, auslöste, hat Middendorp selbst gesorgt. Ein Blick auf seine Bielefeld-Bilanz belegt das: Seit der 48-Jährige im März dieses Jahres den Trainerposten bei Arminia übernahm, gelangen den Ostwestfalen acht Siege und zwei Unentschieden. Dem gegenüber stehen nur vier Niederlagen. Der DSC ist während dieses Zeitraums, das zeigt die nebenstehende Tabelle, die viertbeste Mannschaft der Bundesliga. Glück? Zufall? Mitnichten.

Es ist unstrittig, dass das Auftaktprogramm der Arminia in dieser Saison alles andere als happig war. Saisonübergreifend aber befanden sich unter den acht Teams, die sich von der Middendorp-Arminia einpacken ließen, auch so prominente wie Werder Bremen, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen.

Schalke dagegen, am kommenden Samstag der nächste DSC-Gegner, zählt zu den vier Teams, die den Ostwestfalen eine jener vier Niederlagen unter Middendorp beibrachten. Am letzten Spieltag der Vorsaison gab's in der Veltins-Arena ein 1:2. Doch nach dem jüngsten Sieg über Hansa Rostock verkündete Middendorp: »Wir fahren am Samstag mit Selbstbewusstsein nach Schalke und gehen befreit in dieses Spiel.« Angesichts eines Zehn-Punkte-Polsters ist das kein Wunder: Selbst wenn die Arminia über Schalke stürzte, fiele sie weich. Doch die Partie in Gelsenkirchen ist die erste von gleich mehreren Begegnungen mit Mannschaften, die deutlich stärker einzuschätzen sind als Bielefeld. Werder Bremen auswärts und der Hamburger SV zu Hause sind nach Schalke zwei der folgenden drei Kontrahenten. Nicht zuletzt darum erwähnte Ernst Middendorp, dass »zehn Punkte zum jetzigen Zeitpunkt für Bielefeld eine ganz wichtige Geschichte« seien. Übersetzt heißt das: Gut möglich, dass die Arminen bereits Anfang Oktober sagen werden: Gut, dass wir nach fünf Spielen schon zehn Zähler hatten. Freiwillig aber wird Bielefelds Coach das Punktesammeln nicht einstellen. Middendorp: »Das Ziel sind 42 Punkte. Doch man weiß, die Bundesliga ermöglicht Vieles. Wir wollen nicht träumen. Aber es muss auch nicht sein, dass es immer nur um Platz 15 geht.« (Westfalen-Blatt)


11Freunde 07.08.07: Der treueste Trainer

Ernst Middendorp und Arminia Bielefeld sind füreinander geschaffen. Lange hat es gedauert, bis beide Seiten das einsahen: Der Coach musste erst einmal um die halbe Welt ziehen und Ausdrücke mitbringen wie „Challenge“ und „overexcited.“

Es war im Herbst 1997, als drei Arminia-Anhänger Ernst Middendorp in den Sanitärräumen der Uni Paderborn um ein Autogramm baten. Der Coach der Arminia stutzte kurz, er sollte unbedingt auf einem Aufkleber signieren, der den Erzfeind Preußen Münster schmähte. Dann brummelte Middendorp: »Ist ja für einen guten Zweck« und unterschrieb. Arminia spielte zu diesem Zeitpunkt in der Bundesliga, der Rivale zwei Klassen weiter unten. (weiterlesen hier: 11Freunde.de)


Süddeutsche 03.08.07: Das Ekel wird freundlich

Der Fußballtrainer Ernst Middendorp ist ein vielschichtiger Mensch, er ist nicht so einfach zu fassen. Beim Bundesligisten Arminia Bielefeld haben sie ihn vor viereinhalb Monaten zum dritten Mal seit 1988 zum Trainer gemacht. Er hat der Mannschaft im Abstiegskampf Mut gegeben und sie aus der Abstiegszone befreit. Die Fans haben ihn gefeiert. Bereits im Jubiläumsjahr 2005 hatten sie ihn zum Trainer ihrer Arminia-Jahrhundertelf gewählt. Der 48-Jährige ist im ostwestfälischen Bielefeld eine Art Fußballheld, zudem ist er ein geistreicher und eloquenter Mann. Doch da sind diese Geschichten, die nicht zu dem smarten Typen passen wollen. Vor vier Monaten hat die Polizei ihn mitten in der Nacht bewusstlos und mit 1,8 Promille aus seinem Mercedes gezogen. Ein paar Wochen später ist er am Airport Zürich aus einer Maschine der Fluggesellschaft Swiss hinausgeworfen worden. (weiterlesen hier: Süddeutsche.de)


Neue Westfälische 24.05.07: Vertrauen in Rekord-Ernst

Middendorp bleibt zu erhöhten Bezügen bis zum 30. Juni 2009. Als er vor zwei Monaten kam, da stand für ihn fest: Wenn es mit der Rettung nichts wird, dann schnellstens wieder weg, um nur kein zweites Mal wie 1998 als Mit-Verantwortlicher für den Abstieg aus der Bundesliga beschimpft zu werden. Ernst Middendorp hat mit dem DSC Arminia die Klasse erhalten ?“ und seine Meinung geändert. Gestern Morgen unterschrieb der Trainer einen bis zum 30. Juni 2009 verlängerten Vertrag, der für 1. und 2. Liga Gültigkeit besitzt. (weiterlesen hier: nw-news.de)


NW 08.05.07: Eine Zentnerlast fällt ab

Mit Middendorps Engagement schafft Bielefeld die Wende. Im Block tobten die Anhänger. Auf dem Platz tanzten die Profis Pogo, auf der Tribüne lagen sich die Verantwortlichen in den Armen. "Ich bin überglücklich. Wir haben ein weiteres Jahr erste Liga. Was will Bielefeld mehr!", sagte Finanz-Geschäftsführer Roland Kentsch mit Tränen in den Augen, nachdem ihn sein eineinhalb Köpfe größerer Vorstandskollege Andreas Mamerow wieder auf dem Boden abgesetzt hatte. (weiterlesen hier: nw-news.de)


Welt: 07.05.07: "Manchmal bin ich schon ein bisschen wahnsinnig"

Mit seiner provokanten Art hat Trainer Ernst Middendorp Arminia Bielefeld zum fast sicheren Klassenerhalt geführt und die Grundlage für ein langfristiges Engagement bei den Ostwestfalen gelegt. Es war einer der emotionalsten Momente in der wechselhaften Karriere des Ernst Middendorp. Nachdem seine Mannschaft drei Spieltage vor Schluss mit dem 2:1-Erfolg in Leverkusen den Klassenverbleib so gut wie perfekt gemacht hatte, musste der Trainer von Arminia Bielefeld mit den Tränen kämpfen. „Bielefeld kann stolz auf diese Saison sein“, sagte Middendorp, der es in nur zwei Monaten geschafft hatte, den freien Fall einer hoffnungslosen Mannschaft zu stoppen: „Die Spieler haben es verstanden, das eigene Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Ich war immer der Überzeugung, dass das Potenzial vorhanden ist“, sagte er. (weiterlesen hier: Welt.de)


Neue Westfälische 05.05.07: Mit Risiko fahren

Tosender Applaus für Middendorp beim Fanabend. Es war der richtige Anlass und der richtige Zeitpunkt, um sich erstmals seit dem Antritt den eigenen Fans zu präsentieren. Arminia-Trainer Ernst Middendorp war der Stargast des Fan- und Mitgliederabends anlässlich des 102-jährigen Bestehens des DSC Arminia Bielefeld. Und entsprechend drängelig war es im VIP-Raum der Schüco-Arena. (weiterlesen hier: nw-news.de)


Welt 28.04.07: Der Wüterich Middendorp versteht plötzlich Spaß

Im Heimspiel gegen Werder Bremen am Sonntag kämpfen die Westfalen gegen Abstieg - das sind sie seit Jahren gewohnt. Völlig verändert ist hingegen ihr Trainer, der trotz der "Chardonnay-Affäre" so gar nicht mehr den alten Vorurteilen entsprechen mag. Das Nachmittagstraining wollte und wollte einfach nicht beginnen. 50 Minuten warteten drei Dutzend Fans von Arminia Bielefeld am Freitag schon auf ihre Idole. In praller Sonne. Kein Platz zum Unterstellen, keine Getränkebude, nur ganz viel Gegend. Aber auch kein Murren. Der Trainer muss ja wissen, was er tut. Sie haben schließlich nie einen Besseren gehabt. So denken sie bei Arminia, wo Ernst Middendorp, 48, 2005 zum Trainer des Jahrhunderts gewählt worden war – in Abwesenheit, der Globetrotter verdingte sich da noch in Johannesburg/Südafrika. (weiterlesen hier: Welt.de)


Neue Westfälische 25.04.07: Als Beifahrer in die Offensive

Middendorp erklärt sich der Mannschaft / Schwick wartet Blutwerte ab. Kommt er mit dem Taxi, oder lässt er sich chauffieren? Gegen 16.30 Uhr wussten die wartenden Fernsehteams, eine Handvoll Journalisten und zahlreiche Fans, wie Arminen-Coach Ernst Middendorp den Verlust seines Führerscheins zum Dienstantritt am Montag kompensieren würde: Er wurde gebracht, von seinem Kollegen und Freund Frank Eulberg. (weiterlesen hier: nw-news.de)


Welt 23.04.07: Bielefeld glaubt, dass Trainer Middendorp die Kurve kriegt

Arminias Führungsetage geht nach der nächtlichen Trunkenheitsfahrt Ernst Middendorps eher mild als disziplinierend mit ihrem Trainer um. Ein Rauswurf des Fachmanns fürs Unorthodoxe würde den Abstieg bedeuten, befürchten sie. (weiterlesen hier: Welt.de)


Neue Westfälische 05.04.07: Ernst an der Powergrenze

Ohne Auto aus Südafrika angereist: Ein Dienstwagen für den Jahrhunderttrainer. Im Iran chauffierte ihn ein Chauffeur, in Ghana auch. In Südafrika fährt der Trainer selbst. Ernst Middendorp kaufte einen CLS 320 CDI und war damit sehr zufrieden. Aber dann riefen die Bielefelder Arminen nach ihrem Jahrhunderttrainer. Der kam mit dem Flieger ?“ und fährt als Dienstwagen jetzt das Modell, für das er sich schon in Südafrika entschieden hatte. (weiterlesen hier: nw-news.de)


Kicker 22.03.07: Middendorp: "Elf Baustellen"

Alles wird anders. Nach einigen Tagen als relativ stiller Beobachter hat Ernst Middendorp vollends das Ruder beim Abstiegskandidaten übernommen. Und der 48-Jährige geht auf Crashkurs. Wie einst Jürgen Klinsmann beim Nationalteam stellt er alles und jeden infrage. So das System. Der Doppelsechser, zwei defensive Mittelfeldspieler vor der Abwehr, ist passé. (weiterlesen hier: kicker.de)


Welt 19.03.07: Mühe mit der Reanimation des Selbstbewusstseins

Ach, arbeiteten sie auf dem Feld doch nur wie ihr Trainer draußen. Als gelte es, dem Ruf zu genügen, "sich am ganz scharfen Ende der Eleganz zu kleiden" ("Sunday Times"), betrat Ernst Middendorp den Aachener Tivoli im dünnen beigebraunen Mantel über dem dunkelblauen Anzug. Doch kaum dass sein Defensivstratege Heiko Westermann nach acht Minuten per Kopf vor Aachens Tor die beste Chance von Arminia Bielefeld vergeben hatte, legte der vorige Woche verpflichtete Trainer das schicke Kleidungsstück ab. (weiterlesen hier: Welt.de)


Neue Westfälische 16.03.07: Middendorp mobilisiert die Arminen

Er saß in einem Garten in Johannesburg, war nach dem ersten Besuch eines Balletts total entspannt, trank Kaffee und hatte gerade für den heutigen Donnerstag einen Flug nach Dubai gebucht. "Eigentlich hatte ich vor, von dort weiter nach Sydney zu fliegen, um am 24. ein Spiel der Urawa Reds von Holger Osieck zu sehen", erzählt Ernst Middendorp. Doch es kam anders. (weiterlesen hier: nw-news.de)


Neue Westfälische 16.03.07: Mit dem Taxi auf der Autobahn

Middendorp blickt ironisch auf seine Geschichte. Es ist bezeichnend für Ernst Middendorp, dass ihm persönlich die gut sechseinhalb Jahre, die er in Bielefeld tätig war, wie "zehn Jahre seines Lebens" vorkommen. Wohl mit keinem anderen Klub hat er sich während seiner Trainerjahre so identifiziert. Ob aus dem Iran, Ghana oder Südafrika - Arminia hat er nie aus den Augen verloren: "Ich habe immer mit verschiedenen Personen in Kontakt gestanden und war bestens informiert." (weiterlesen hier: nw-news.de)


Sportbild 14.03.07: Der 'Jahrhundert-Trainer' ist zurück

Die Rückkehr ist perfekt! Ernst Middendorp wird tatsächlich neuer Trainer von Arminia Bielefeld. Wie SPORT BILD online gestern bereits exklusiv berichtete einigte sich der 48-jährge Fußballlehrer am späten Dienstagabend mit dem Vorstand des Tabellen-Vorletzten auf einen Vertrag bis 2008. Der Kontrakt gilt auch auch für die Zweite Liga. Middendorp wird am Mittwochmittag neuer Chefcoach und als Nachfolger von Frank Geideck vorgestellt, am Nachmittag leitet er bereits die erste Trainingseinheit. (weiterlesen hier: Sportbild.de)


Kicker 05.03.07: Middendorp wieder auf dem Markt

Der ehemalige Bundesliga-Coach Ernst Middendorp ist wieder auf der Suche nach einer neuen Tätigkeit. Der 48-Jährige musste am Montag seine Tätigkeit beim südafrikanischen Spitzenklub Kaizer Chiefs beenden, das am Wochenende durch ein 1:2 gegen Kellerkind AmaZulu aus dem Titelrennen ausgeschieden war. (weiterlesen hier: Kicker.de)


Sport1.de 11.01.07: Middendorp mahnt FIFA: `Weiße WM´ vermeiden

Ernst Middendorp fürchtet knapp dreieinhalb Jahre vor der ersten WM auf dem Schwarzen Kontinent den Ausschluss ganzer Bevölkerungsgruppen. `Die FIFA darf hier definitiv keine deutschen Preise nehmen. Der Weltverband muss umdenken und bei der WM nicht so sehr profitorientiert sein, sondern auf das Gelingen des Turniers hinarbeiten´, mahnte der frühere Bundesliga-Trainer und heutige Coach des südafrikanischen Fußball-Meisters Kaizer Chiefs im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid). 

Arminia Bielefelds `Trainer des Jahrhunderts´ hat in der Millionen-Metropole Johannesburg einen exzellenten Einblick in die Zusammensetzung der Fankurven: `Wenn wir ein Ligaspiel absolvieren, sind 98 Prozent unserer Zuschauer dunkler Hautfarbe. Doch wenn dann mal Manchester United nach Südafrika kommt und die Preise noch lange nicht auf WM-Niveau steigen, ist das Verhältnis maximal 50: 50´, sagte Middendorp. Die Beteiligten müssten daher alles tun, um eine befürchtete `weiße WM´ zu vermeiden. Großsponsoren, hofft Middendorp, könnten zumindest teilweise einen Ausgleich schaffen und Kartenkontingente für die Bewohner der Townships finanzieren. `Es ist unangebracht, an einen afrikanischen Ausrichter europäische Maßstäbe anzulegen. Wir werden es sicherlich schaffen, aber eben mit afrikanischen Mitteln.´ 

Die immens hohe Kriminalitätsrate, Verzögerungen und wirtschaftliche Schwierigkeiten bei den Stadionprojekten sowie die mangelhafte Infrastruktur hatten zuletzt immer wieder Zweifler auf den Plan gerufen. Eine WM, so die Skeptiker, komme für Afrika viel zu früh und solle lieber in den USA oder in Deutschland ausgetragen werden. `Das Turnier wird auf jeden Fall hier gespielt. Das Land, ja der ganze Kontinent ist stolz auf den Zuschlag und wird notfalls Tag und Nacht arbeiten, um die Vorgaben zu erfüllen´, meint Middendorp. Arbeitsrechtliche Bedenken würden einfach beiseite gewischt: `Keine Gewerkschaften, keine geregelten Arbeitszeiten, kein echter Sommer. Wenn wir wollen, arbeiten wir die letzten eineinhalb Jahre durch.´ 

Es sei zwar momentan `kein Stadion WM-tauglich, weder hier noch in Kapstadt´, dies und die verheerende sportliche Situation der Bafana Bafana stelle für Südafrika aber kein Problem dar. `Südafrika nimmt Vorwürfe und das Misstrauen der Welt mit einem Lächeln.´ Middendorp hat bei den Kaizer Chiefs, derzeit Tabellendritter der Castle Premiership, zwei Nationalspieler unter seinen Fittichen. Siyabonga Nkosi (`ein Ballack-Typ´) und Keeper Rowen Rernandez haben gute Karten, 2010 im weißen Trikot aufzulaufen. 

`Südafrika ist aber sportlich nicht konkurrenzfähig´, sagt Middendorp schonungslos. Seit dem 1. Januar hat Hoffnungsträger Carlos Alberto Parreira die Arbeit mit der Nationalelf aufgenommen. `Bisher war Kinderfasching, und mit Parreira beginnt jetzt die Entwicklung.´ Auch außerhalb des Platzes ist der Umschwung zu spüren. `Eine Bahn der Schnellstraßen soll WM-Spur werden, Entführungen und Gewalt bekommen wir langsam in den Griff. Trotzdem gilt: Alles ist anders hier. Wenn Hunderttausende Fans aus aller Welt einfallen, wird man in den Städten bestimmte Viertel strikt meiden müssen. Aber das ist in Berlin ja auch nicht anders.´ (Sport1.de)


Neue Westfälische 05.01.07: Middendorp als Dressman ausgezeichnet

Ernst Middendorp (48), einstiger Lieblingstrainer des DSC Arminia, wird in Südafrika zur Stil-Ikone. Die Tageszeitung Sunday Times kürte den Chefcoach des elfmaligen Meisters Kaizer Chiefs aus Johannesburg zur "bestgekleideten Person 2006". Unter anderem setzte er sich gegen den Schwimmer Ryk Neethling durch. Ernst Middendorp, von den Fans zum Jahrhundert-Trainer gekürt, schließt eine Rückkehr als Trainer definitiv aus. "Nachdem ich schon zweimal da war, wäre dieser Schritt mit entsprechenden Erwartungen belastet. Als Trainer stehe ich nicht zur Verfügung, in anderer Position wäre eine Rückkehr, wie schon vor einiger Zeit angedacht, ein Thema", sagte Middendorp, der einen neuen Vertrag in Südafrika genau so wenig wie eine Rückkehr im Sommer nach Deutschland ausschließt. (nw-news.de)


Tagesspiegel 27.12.06: Zicki-zicki in elf Sprachen

Ernst Middendorp trainiert die Kaizer Chiefs Johannesburg - im Land der Fußball-Weltmeisterschaft 2010. Die WM wird ein voller Erfolg werden, glaubt der Deutsche. Nur in seinem Team läuft es derzeit nicht richtig rund. (weiterlesen hier: Tagesspiegel.de)


Tagesspiegel 17.12.06: Die Posaunen von Soweto

Ernst Middendorp, Trainer der Kaizer Chiefs, will in Südafrika bis zur WM 2010 die Stellung halten. Hitze ist für Ernst Middendorp kein Grund, sein Jackett abzulegen. Der Coach der Kaizer Chiefs sitzt unbeweglich auf der Trainerbank, ein Eisblock im dunkelblauen Anzug. Johannesburg, FNB-Stadion, vergangener Samstag. Für Middendorp und seine Mannschaft sieht es schlecht aus. Mitte der zweiten Halbzeit führen die Orlando Pirates immer noch 1:0. Es geht um alles: Die Chiefs müssen das Soweto-Derby gewinnen. Eine andere Option gibt es nicht. Wenn die beiden stärksten Teams der Liga gegeneinander antreten, geht es um die Ehre. (weiterlesen hier: Tagesspiegel.de)


Neue Westfälische 27.05.05: Middendorp-Vertrag vor dem Abschluss

ARMINIA: Geschäftsführer-Job besprochen. Ernst Middendorp verlässt Europa. Heute wird er ein Flugzeug besteigen und Bielefeld den Rücken kehren. Doch er kommt schon bald wieder. In drei Tagen - dann, um mit großer Wahrscheinlichkeit einen Vertrag bei Arminia Bielefeld zu unterschreiben. Die Verpflichtung Middendorps als Geschäftsführer Sport scheint unmittelbar bevorzustehen. Darauf deuten Gespräche zwischen den DSC-Verantwortlichen und dem früheren Bielefelder Trainer hin. (weiterlesen hier: nw-news.de)


Neue Westfälische 20.05.05: Zwei sind sich einig

Vorstand muss über Middendorps Berufung zum Geschäftsführer befinden. Für den Trainer Ernst Middendorp sei die Zeit noch nicht reif, sagte Thomas von Heesen kürzlich. Für den Teammanager Middendorp offenbar schon. Arminias Noch-Geschäftsführer und künftiger Trainer von Heesen strebt eine Zusammenarbeit mit dem früheren Bielefelder Coach an. Erste Gespräche wurden geführt. Der Vorstand muss nun über von Heesens Vorschlag entscheiden. (weiterlesen hier: nw-news.de)


Neue Westfälische 18.05.05: Middendorp als Teamchef bei Arminia im Gespräch

Ernst Middendorp, Arminias Trainer des Jahrhunderts, ist nach Medienberichten beim Fußball-Bundesligisten als Teamchef im Gespräch. Arminias Vorstand bestätigte diese Meldungen, schränkte jedoch ein, dass der 46-Jährige einer von mehreren Kandidaten sei. Auch habe Arminia noch nicht offiziell mit Middendorp über ein Engagement gesprochen. (weiterlesen hier: nw-news.de)


Neue Westfälische 07.05.05: Spaß an der Elf für Ernst

Fans wählen ihre Jahrhundert-Mannschaft. Im Tor Uli Stein, als Mittelfeldregisseur Thomas von Heesen und als Torjäger Bruno Labbadia - 5.127 Arminia-Fans haben per Internet eine Jahrhundert-Elf zusammengestellt, die gute Chancen hätte, die Allzeit-Bestplatzierung des Vereins in der Bundesliga (Rang acht) noch zu übertreffen. (weiterlesen hier: nw-news.de)


Neue Westfälische 19.01.05: Wenn von Heesen ruft, muss man kommen

Middendorps stressige Rückkehr. Er hatte unumstritten die weiteste Anreise: Ernst Middendorp war aus dem fernen Iran nach Bielefeld geeilt, um beim Benefizspiel das All-Star-Team zu betreuen. "Doch wenn von Heesen anruft, muss man einfach kommen", frotzelt der Ex-Arminencoach und gibt dem DSC-Geschäftsführer einen freundschaftlichen Klaps. (weiterlesen hier: nw-news.de)


Neue Westfälische 18.10.04: Mein Haus, mein Chauffeur, meine Mannschaft

Ex-Arminen-Trainer Middendorp erlebt im Iran fast paradiesische Zustände. Es klingt ziemlich abenteuerlich. Tabris liegt in der Region Ost-Aserbaidschan, zwischen der Türkei und dem Kaspischen Meer. In die Hauptstadt Teheran sind es knapp 600 Kilometer, oder umgerechnet 20 Stunden mit dem Auto. Der örtliche Fußball-Klub ist nur Zweitligist. Und trotzdem behauptet Ernst Middendorp, einst Trainer von Arminia Bielefeld in der Bundesliga: "Ein Abenteuer ist das hier nicht." (weiterlesen hier: nw-news.de)


Welt 15.08.02: Ernst Middendorp und die wahrhafte Wahrnehmung

Nach der Rückkehr aus Afrika will das frühere Bundesliga-Ekel sein Image aufpolieren und tritt in Augsburg gleich ins Fettnäpfchen. 

Nähern wir uns dem Mann von hinten. Ernst Middendorp (43) sitzt im Augsburger Hotel Alpenhof und spricht mit Spielerberatern. An der Decke hängen Sinnsprüche wie: "Ein Tag, an dem Du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag." Middendorp lächelt nicht. Er verhandelt. Höflich, aber bestimmt. Der neue Trainer des FC Augsburg macht dabei einen durchaus freundlichen Eindruck. Das ist deshalb erwähnenswert, weil man ihn so kaum kennt. Der Mann hat einen fürchterlichen Ruf. Wahrscheinlich den schlimmsten der Branche. Es heißt, der Vorname sei Programm. "Ekel Ernst", den Titel trägt er wie ein Schandmal auf der Stirn. Die harmlose Variante. Die andere: "Das Arschloch der Liga", pardon, aber das sagt Middendorp über sich selbst. Soviel zur Kehrseite. (weiterlesen hier: Welt.de)


Kicker 11.02.02: „Ich weiß, was ich kann“

In Afrika kehrte der Erfolg zu Ernst Middendorp nach seinem Scheitern in Bochum zurück. Und stärkte das ohnehin nicht geringe Selbstvertrauen.

Klare und direkte Worte zeichneten ihn schon immer aus. "Ich habe keine Probleme damit, mich mit Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld zu messen!" Dies klinge vielleicht etwas "großkotzig, aber ich weiß, was ich kann". Die Rede ist vom Rheiner Ernst Middendorp, der seit 21 Monaten den ghanaischen Erstligisten Asanti Kotoko in Kumasi trainiert. Im Laufe dieses Monats will sich der 43 Jahre alte Fußball-Lehrer entscheiden, ob er seinen im April auslaufenden Vertrag verlängern wird. Eine Rückkehr ins Heimatland ist unwahrscheinlich. "Deutschland ist nicht das Paradies. Die vielen Trainerentlassungen und das Springen von einem Sessel in den nächsten hat nichts mit qualifizierter Arbeit zu tun. Es geht häufig nur darum, ob man Freunde in der Medienlandschaft hat. Auch zwischen Trainer-Kollegen laufen dann abartige Geschichten ab", kritisiert Middendorp. "Ich möchte einen Vertrag über drei bis fünf Jahre zu einem Zweitligagehalt", hat er klare Vorstellungen.

Im Alter von 23 Jahren musste Ernst Middendorp seine Laufbahn als Fußballer beenden. Zwei Schien- und Wadenbeinbrüche zwangen ihn zum Karriere-Ende. Nach seinen Verletzungen konzentrierte er sich zunächst auf sein Hochschulstudium und schloss es in Wirtschaftswissenschaften, Politik und Informatik ab. Middendorps Karriere als Trainer begann erzunächst beim VfB Alstätte (85-87), es folgten Eintracht Nordhorn (87-88), Arminia Bielefeld (88-90), VfB Rheine (90-92) und der FC Gütersloh (92-94). 1994 bekam Ernst Middendorp bei Arminia Bielefeld seinen ersten Profi-Vertrag. "Über Nacht habe ich mich entschlossen, meine Dozenten-Tätigkeit als Beamter in Lotte-Wersen aufzugeben", erinnert er sich. Nach seiner dortigen Entlassung 1998 war er kurz beim KFC Uerdingen (März-Mai 1999), anschließend beim VfL Bochum (Juni-Oktober 1999) tätig. Seit April 2000 coacht er Asanti Kotoko, einen Klub in Kumasi, Ghana. 

Als seinen größten Erfolg bezeichnet Middendorp den Neuaufbau mit Arminia Bielefeld 1988. "Der Verein hatte auf Grund des Insolvenzverfahrens weder Geld noch Spieler. Ich habe 24 Kicker von der Straße geholt und den Fußball in Ostwestfalen wieder populär gemacht. Ansonsten würde es den Verein heute nicht mehr geben", äußerte er mit Stolz. Bei seinem zweiten Engagement als Arminia-Coach stieg er zunächst von der Regionalliga bis in die Bundesliga auf, 1998 aber wieder ab.

Obwohl Ghana im Fußball nur als Exportland fungiert und Stars wie Sammy Kuffour oder Tony Yeboah die Ausnahme darstellen, ist Middendorp in Europa nicht von der Bildfläche verschwunden. Im Gegenteil: Im Juni letzten Jahres hatte er ein lukratives Angebot von ZSKA Sofia vorliegen. Die Ghanaer waren aber nicht bereit, Middendorp ziehen zu lassen. "Die Bulgaren boten sogar eine Ablösesumme", ergänzte Middendorp. In Kumasi weiß man die Arbeit des Deutschen zu schätzen. Als Middendorp am 11. April 2000 seine Arbeit begann, stand Asanti Kotoko auf einem Abstiegsplatz. Middendorp führte den Verein aus der Krise und belegte am Ende Rang 4. Im Januar 2001 gewann der Rheinenser seinen ersten Titel. Er holte mit Asanti Kotoko den Galacup, ein Vorbereitungsturnier, an dem alle 16 Erstliga-Teams teilnehmen und innerhalb von drei Tagen im K.o-System den Sieger ermitteln. In Ghana entspricht das Kalenderjahr der Saison.

Für Kumasi war dies der Grundstein für eine erfolgreiche Spielzeit. Hinter Hearts of Oak Accra holte die Middendorp-Truppe die Vize-Meisterschaft. Doch das Bonbon folgte am 9. Dezember. Durch einen 1:0 Erfolg errang Kumasi den Pokalsieg. "Ich behaupte, dass wir zwei Mal Meister geworden wären, wenn der Einfluss der Regierung in Ghana nicht so groß wäre. Die sorgten dafür, dass wir völlig zu Unrecht Punkte abgezogen bekamen und somit keine Chance auf den Titel hatten. Die Haupstadt soll immer vorne sein", moniert Middendorp. "2001 haben wir in vier Spielen drei Mal gegen Hearts Of Oak gewonnen, wir waren zumindest in der letzten Saison die bessere Mannschaft", versichert der deutsche Trainer.

Wie ist der Aufschwung zu erklären? Middendorp: "Die Qualität als Fußballer ist bei allen da. Meine Aufgabe war es, alle unter einen Hut zu bringen und den sogenannten 'entertainment-shit' aus den Köpfen der Spieler zu verbannen." Ansonsten ist es Middendorp in den letzten Monaten gelungen, Professionalität in den Verein zu bringen. "Zunächst lief alles sehr schleppend an, aber seit Beginn dieses Jahres ist das neue Trainingsgelände fertig gestellt", zeigte sich Middendorp zufrieden. Middendorp sorgte auch für einen gut ausgestatteten Kraftraum, bewegliche Tore, Hürden etc. "Alles das gab es vorher in diesem Verein nicht", erklärt der Rheiner. Auch die Pläne für einen eigenen Geschäftsstellenbereich sind erstellt. "Wenn die Finanzierung möglich wäre, könnte im Februar mit den Arbeiten begonnen werden. Zur Zeit hat der Verein Räumlichkeiten in der Stadt angemietet. Ziel ist es, alles zu zentralisieren", berichtet Middendorp.

Geld soll im internationalen Wettbewerb eingespielt werden. Dort tritt Kumasi in der ersten Runde des afrikanischen Pokalsieger-Wettbewerbs im März gegen den Cup-Gewinner aus Angola an. "Bei sportlichen Erfolgen könnte auch der Bau eines eigenen Stadions geplant werden", blickt Middendorp voraus. Vielleicht unterschreibt er ja bei Asanti Kotoko einen neuen Vertrag. Arbeit gibt es noch genug - auch für drei bis fünf Jahre. (kicker.de)


Welt 28.12.00: Der Herr der Stachelschweine aus Ghana

Die Läuterung eines Trainers: Wie Ex-Ekel Ernst Middendorp bei den Ashanti sein neues Glück fand.

Er wollte nur drei Tage bleiben. Eine kleine Reisetasche war deshalb alles, was Ernst Middendorp (42) mit sich führte, als er am 11. April in Kumasi, Hauptstadt der Ashanti-Region in Ghana, landete. Auf Vermittlung von HSV-Stürmer Tony Yeboah hatte er sich bereit erklärt, die Verhältnisse beim Traditionsklub Kumasi Asante Kotoko einmal unter die Lupe zu nehmen. Mehr nicht. Als der ehemalige Bundesliga-Trainer in seinem Hotel ankam, wartete da die ganze Mannschaft und schaute ihn erwartungsvoll an. (weiterlesen auf Welt.de)  
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